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Die Aschbacher Narrekäpp feiern ausgelassen, aber friedlich

Mit „Flower Power“ und kurzweiligem Programm meisterten der Karnevalsverein im Jubiläumsjahr seine zwei ausverkauften Kappensitzungen.

Von Carolin Merkel

Aschbach Die Akteure der Aschbacher Narrekäpp bewiesen am Wochenende eine überaus gute Kondition. Gleich zweimal, am Freitag und am Samstag hatten sie zu ihrer traditionellen Kappensitzung in die ausverkaufte Mehrzweckhalle eingeladen. Das Motto „Flower Power“ gefiel dabei nicht nur dem passend gekleideten Elferrat, auch viele Fasebooze im Saal kamen als Hippies und feierten so ausgelassen, aber, wie es sich als Hippie gebührt, überaus friedlich ihre Aschbacher Fastnacht.

„Scheen, dass na all do sinn“, begrüßte Stefan Schröder, einer der drei Vorsitzenden bei den Aschbacher Narrekäpp, das Publikum. Mit dem Versprechen, die fünfte Jahreszeit gebührend zu feiern, startete er ein überaus kurzweiliges Programm aus lustigen Reden und akrobatischen Tänzen. Eisbrecher auf der Bühne war die Bambinigarde, die mit ihrem Zwergentanz das Narrenvolk begeisterte. Als Lohn gab es für den jüngsten Nachwuchs neben viel Alleh Hopp die erste „Granate“ des Abends. Die hat sich in Aschbach seit vielen Jahren gegen die Rakete durchgesetzt und erfreut Aktive und Publikum gleichermaßen.

Aufgenommen in den Reigen der Schlachtrufe wurde in diesem Jahr auch das Motto – so hallte es immer wieder laut „Flower Power“ durch den Saal. Mit dem Nachwuchs ging es auch in der Bütt weiter, hier schlugen sich Larissa Streßer und India Wagner trotz eines Lachanfalls wie die Profis. Die brachten später als „die zwei letzten deutschen Putzfrauen vor der Autobahn“ oder als kochende Männer, die dem Geheimnis der Tütensuppe auf die Spur kamen, den Saal zum Beben.

Unter den Akteuren war, wie sollte es bei den Aschbacher Narrekäpp auch anders sein, Irma Schnur. Zusammen mit Frank Mechenbier legte sie sich ins Bett und sorgte für gute Stimmung. Eine große Überraschung gab es für das Aschbacher Urgestein in Form einer Ehrung durch den Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) für 4x11 Jahre in der Bütt. Bis tief in die Nacht feierte das Narrenvolk kräftig die Aschbacher Fastnacht.

Info

Die närrischen Akteure
in Aschbach

In der Bütt: „Wetten dass“: Timo Streßer, Jonas Schmidt, Florian Büchel, Mario Büchel, Erwin Thewes, Günther Einspenner, „Der Lärische Bock“: Annette Kremp, Zwei Putzfrauen: Carmen Paulus und Angelika König, Oma und Enkel: Larissa Streßer und India Wagner, Ehepaar im Bett: Irma Schnur und Frank Mechenbier, Jupp und Jäb on ihr Kollesch: Simon Müller, Fabian Schröder, Jonas Schmidt, Zwei Suppentester: Klaus-Dieter Herrmann und Jörg Wilbois, „Dorfrocker“: Simon Müller, Florian Büchel, Thomas Theis und Stefan Schröder.

Tänze: Baminins (Zwergentanz), Minigarde (Marschtanz) Mariechen Lena Jacob, Feuerwehr Aschbach (Baywatch – Die Rettungsschwimmer von der Theel), Garde des Karnevalsverein Dirmingen (Marschtanz), Männergarde CVL Lebach, Tanzmariechen Charleen Schwindling (KV Wemmetsweiler), Aktivengarde TV Thalexweiler (Marschtanz), Les Cremants, TV Thalexweiler (Showtanz: „Ein kleines bisschen Punkrock“), Filous, TV Thalexweiler (Showtanz: „Die goldenen 20er Jahre“).

Trainerinnen und Trainer: Michelle Fries, Paula Fries, Anna-Katharina Schirra, Ramona Schirra, Lena Horras, Beate Ames, Kerstin Kalmes, Julia Kiepurning, Harald Winter, Melanie Hoffmann, Mandy Wark, Manuela Rupp, Christina Zimmer, Musik: Gipfelkraxler, Partysound, Moderation: Katja Dembinski und Markus König.

10.02.2020 / Saarlouis / Seite 16 / Lokales